Dr. med. Margot Majkic

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Praxis-Philosophie · 2 Min Lesezeit

Warum bei uns keine Vorher-Nachher-Bilder hängen

Andere Praxen werben offensiv damit. Wir nicht — und das hat Gründe, die für Sie als Patientin wichtiger sind als die Bilder selbst.

20. Mai 2026 · Dr. med. Margot Majkic

Warum bei uns keine Vorher-Nachher-Bilder hängen

Wenn Sie in den letzten Wochen Instagram-Werbung für ästhetische Praxen gesehen haben, kennen Sie das Muster: links das Gesicht „vorher", rechts „nachher", Pfeil dazwischen, am Rand vielleicht noch ein Prozentwert. Ich verstehe den Reiz dieser Bilder — sie versprechen einen vorhersehbaren Effekt. Genau darin liegt aber das Problem.

Was das Gesetz dazu sagt

Ästhetische Medizin gilt rechtlich als Heilbehandlung. Damit greifen drei Regelwerke gleichzeitig: das Heilmittelwerbegesetz (HWG), die ärztliche Berufsordnung (MBO-Ä §27) und das Wettbewerbsrecht (UWG). Eine Regel ist dabei besonders klar:

Für Filler und Botox gibt es formell eine Grauzone. Aber wer mit der Materie arbeitet, weiß: es ist die Grauzone, aus der die meisten Abmahnungen kommen. Spezialisierte Anwaltskanzleien scannen Instagram-Profile systematisch — und schicken Unterlassungserklärungen über 1.000 bis 2.500 Euro für jeden gefundenen Vergleich.

Warum das Gesetz hier richtig liegt

Ich finde diese Regel sinnvoll, auch wenn sie unbequem ist. Vorher-Nachher-Bilder erzeugen einen Erwartungs-Anker, den keine seriöse Praxis einlösen kann: jedes Gesicht reagiert anders auf jede Behandlung. Hautqualität, Knochenstruktur, Mimikgewohnheit, Stoffwechsel, Lebensalter, Schlaf, Sonneneinstrahlung — all das fließt mit ein. Das eine Bild, das Sie auf dem Telefon sehen, ist ein Einzelfall. Ihr Gesicht ist ein anderer Einzelfall.

Was wir stattdessen tun

Sie sehen auf dieser Website Bilder aus der Praxis selbst — Räume, Atmosphäre, Behandlungssituationen ohne erkennbare Patientinnen. Und Sie sehen mich, die Ärztin, die mit Ihnen arbeitet. Das ist der Substanz-Beweis, den ich für ehrlich halte: Sie sehen, wie wir arbeiten, nicht wie ein einzelnes Beispiel ausgegangen ist.

Behandlungsraum der Praxis Dr. Majkic mit Tageslicht und ruhiger Atmosphäre
Statt Patient*innen-Bilder: Atmosphäre und Räume, in denen tatsächlich gearbeitet wird.

Wie Sie trotzdem ein Gefühl für das Ergebnis bekommen

Im persönlichen Beratungsgespräch zeige ich Ihnen — wenn Sie das möchten — mein eigenes Gesicht, oder anonymisierte Detail-Aufnahmen mit ausdrücklicher Einwilligung der betroffenen Patientin. Aber nie als Versprechen für Ihr Ergebnis, sondern als Anschauung für die Behandlungs-Mechanik. Der wichtigste Indikator für das, was bei Ihnen funktioniert, ist Ihre eigene Haut im Spiegel — angeschaut mit jemandem, der das fachlich einordnen kann.

Was Sie als Patientin daraus mitnehmen können

  • Wenn eine Praxis offensiv mit Vorher-Nachher-Bildern wirbt, arbeitet sie rechtlich riskant — und das ist selten ein Zeichen für Sorgfalt auch in der Behandlung selbst.
  • Realistische Erwartungen entstehen im Gespräch, nicht im Bilder-Vergleich auf Instagram.
  • Ein „möglicher Effekt" ist keine schwächere Aussage als eine Garantie — er ist die ehrlichere.
  • Vertrauen baut sich über die Art auf, wie über Risiken und Grenzen gesprochen wird — nicht über Bilder.

Wenn Sie unsicher sind, ob eine bestimmte Behandlung für Sie passt, sprechen Sie uns an. Im Erstgespräch klären wir realistisch, was sich für Ihr Gesicht eignet — und genauso ehrlich, wenn etwas nicht sinnvoll ist.

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