Dr. med. Margot Majkic

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Aufklärung · 2 Min Lesezeit

Off-Label-Anwendung — was das bei Polynukleotiden, Exosomen und PRP wirklich heißt

Wenn Sie auf unserer Website den Hinweis „off-label" sehen — hier erklären wir transparent, was das bedeutet und warum es kein Risiko-Signal ist.

20. Mai 2026 · Dr. med. Margot Majkic

Off-Label-Anwendung — was das bei Polynukleotiden, Exosomen und PRP wirklich heißt

„Off-label" klingt nach Grauzone — als ob etwas am Rand der Legalität läuft. Tatsächlich ist es ein medizinischer Fachbegriff mit klarer Bedeutung: eine Behandlung wird außerhalb der ursprünglich zugelassenen Indikation eingesetzt, weil aktuelle Studien und klinische Praxis zeigen, dass sie an anderer Stelle gut wirkt.

Was off-label genau heißt

Ein Wirkstoff oder Medizinprodukt wird in Deutschland für einen ganz bestimmten Anwendungsbereich zugelassen. Die Studien, die für die Zulassung eingereicht wurden, beschäftigen sich mit genau diesem Anwendungsbereich. Wenn ein Produkt darüber hinaus auch an anderer Stelle wirkt — und das ist in der Medizin sehr häufig — dann darf es dort als individuelle Therapie eingesetzt werden. Das ist die „Off-Label-Anwendung".

Warum die Aufklärung wichtig ist

In der ästhetischen Medizin betrifft das mehrere Verfahren, die in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen haben:

  • Polynukleotide — eingesetzt zur Haut-Regeneration in Bereichen wie Augenpartie, Hals, Décolleté.
  • Exosomen — als individuelle Anwendung zur Hautqualität und teilweise bei Haarausfall.
  • PRP (Eigenbluttherapie) — bei Haarausfall häufig off-label.
  • Bestimmte Filler-Anwendungen außerhalb der gelisteten Standard-Areale.

Das Heilmittelwerbegesetz schreibt vor, dass solche Anwendungen mit einem klaren Hinweis kommuniziert werden müssen. Wir machen das auf jeder einzelnen betreffenden Leistungs-Seite mit folgendem Text:

Warum wir das transparent kommunizieren

Es wäre rechtlich möglich, den Hinweis kleinzureden oder im Impressum zu verstecken. Wir machen das Gegenteil — der Hinweis sitzt auf jeder Leistungs-Seite direkt unter der Beschreibung des Verfahrens, in einem eigenen Block. Das hat zwei Gründe:

  • Erstens: Sie sollen wissen, was Sie unterschreiben, bevor Sie unterschreiben. Eine Behandlung off-label ist kein Risiko, aber sie braucht eine bewusste Entscheidung.
  • Zweitens: Wenn eine Praxis solche Hinweise nicht sichtbar macht, dann arbeitet sie entweder unsauber rechtlich — oder unsauber medizinisch. Beides ist ein schlechtes Zeichen, und Sie sollten skeptisch sein.

Was im Beratungsgespräch passiert

Vor jeder Off-Label-Behandlung gehe ich mit Ihnen die Aufklärung Schritt für Schritt durch: was die Studienlage sagt, welche Risiken bekannt sind, welche Alternativen es gibt, warum ich konkret diese Behandlung für Sie empfehle. Sie unterschreiben einen Aufklärungs-Bogen, der diese Punkte schriftlich festhält. Sie bekommen Bedenkzeit — niemand wird in eine Off-Label-Behandlung gedrängt.

Fragen, die Sie im Beratungsgespräch stellen können

  • Wird diese Behandlung in meinem Fall off-label durchgeführt?
  • Welche Studien sprechen für die Wirksamkeit in genau diesem Anwendungsbereich?
  • Welche Risiken oder Nebenwirkungen sind bekannt?
  • Welche Alternativen gibt es, und warum empfehlen Sie konkret diese Methode?
  • Bekomme ich die schriftliche Aufklärung vor der Behandlung mit nach Hause?

Bei jedem dieser Punkte bekommen Sie bei uns eine klare Antwort. Wenn nicht — dann ist das eine Praxis, in die ich selbst nicht gehen würde.

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